was ich grade so höre, wie ichs finde, und obs sich lohnt. am liebsten schreibe ich über unbekanntere Künstler, also nicht wundern.

Ok Go

Vor einiger Zeit hab ich aus lauter Langeweile mal wieder bei youtube gesurft - man kennt das ja. Und dabei ist mir ein Clip in die Hände gefallen den ich seit Ewigkeiten, so schien es mir, nicht mehr gesehen hatte. Die Rede ist von "Here It Goes Again", in dem die Band auf Laufrädern ihre Choreographie zum Besten gibt. Vor...ich glaube zwei Jahren war das eine Sensation. Und da hab ich mich gefragt, warum ich nicht mehr von denen als nur den einen Song kenne. Also hab ich mir die Anderen auch ganz schnell besorgt und siehe da: doch nicht nur ein One-Hit-Wonder. Die machen richtig gute Musik! Vor allem Don't Ask Me (How I've Been) gefällt mir richtig gut. erinnert ein bisschen an Jimmy Eat World, mit einem britischen Touch. Definitiv eine gute Band, die hoffentlich noch mehr gutes Zeug produziert.

Melissa Ethridge

Es gibt nicht viele Menschen die Janis Joplin covern können ohne sich lächerlich zu machen. Melissa allerdings ist schon lange genug im Geschäft um zu wissen, was sie sich erlauben kann (alles) und was nicht. Hier zu lande kennen sie komischerweise nicht viele, was ich persönlich erschreckend finde. Qualität findet man selten, besonders bei Musik, doch Melissa dürfte meiner Meinung nach sogar die Queen of Soul, Aretha Franklin covern.

The Organ - Brother

Eine kanadische Interpretation von den großen The Smiths?! Und das auch noch von Frauen?! Das dürften sich die Plattenbosse gedacht haben, doch das Konzept ging auf. Die 5 schafften es tatsächlich den Smiths keine Schande zu machen, ganz im Gegenteil. Man bemerkt die Mitglieder von The Organ auch so gut wie nicht, in ihren verwaschenen Shirts und Jeans sehen sie nicht wie eine erfolgreiche Band aus die schon einen Gastauftritt in der US-Serie The L Word hatte. Leider lösten sie sich Ende 2006 auf, doch ihre Musik wird noch lange auf meinem iPod bleiben.

Grant Langston - All This And Pecan Pie

Normalerweise rate ich Menschen die nicht in der Nähe von Wüsten oder zumindest weitem Land wohnen immer von Country ab. In der Stadt kann einen diese Art von Musik schonmal verrückt machen. Nicht so jedoch Mr. Langston, der auch im Soundtrack eines sehr empfehlenswerten independent movies, Chance, zu hören ist. Mein Lieblingssong (auf der Platte) ist Time Of Day. Allein die Zeile "but the devil, he won't touch me, cause brick by brick I'm building my own hell" sagt schon alles.

Mika - Life In Cartoon Motion

Kleiner sympathischer Wuschelkopf, vollkommen verrückt. Ein bisschen erinnert die Stimme ja schon an George Michael, doch wenn man Mika sieht weiß man, sowas war einfach noch nicht da. Vielleicht ist es deswegen so einfach sich in seine poppige, auf angenehme Art und Weise aufdringliche Musik zu verlieben. Ohne jede Frage ist Mika jemand mit dem man rechnen sollte, auch in Zukunft.

Amy Winehouse - Back To Black

Mit ihrem ersten Album Frank hat die Engländerin längst ihr Talent bewiesen, nicht dass sie das mit einer solchen Stimme nötig gehabt hätte. Doch auf Back To Black kommt sie weitaus erwachsener und selbstsicherer rüber, erwachsener weil sie ihre Fehler eingesteht, wie in You Know I'm No Good; selbstsicherer auf Grund ihres Protestes gegen die Plattenfirma, die sie wegen ihres Alkoholproblems in eine Reha-Klinik einweisen wollte und sie sich gewehr hat. Im richtigen Leben wie in Rehab, der ersten Auskopplung und wahrem Schatz, der in keiner anständigen Sammlung fehlen sollte. Auch wenn sie nicht als Vorbild dienen sollte, ihre Musik kann das allemal. Sie tut immer als wäre ihr alles scheißegal, doch wenn sie singt offenbart sich eine ganz andere Amy: zurückhaltend steht sie auf der Bühne, fast als ob sie Angst vor sich selber hätte. Im nächsten Moment ist alles verflogen und die übertriebene Selbstsicherheit kommt zurück. Doch in diesen winzigen Momenten, kann man sie fast als putzig beschreiben.

Bloc Party - A Weekend In The City

Schon weitaus bekannter in Deutschland als bei ihrem letzten, ebenfalls sehr hörenswerten Album Silent Alarm. Das neue Werk ist abwechslungsreicher und sogar noch emotionsgeladener, verwunderlich, dass sowas überhaupt noch geht. Bloc Party macht, ebenso wie die Noisettes, Musik in die man sich ohne nachzudenken fallen lassen kann und trotzdem noch konzentrationsfähig bleibt. Man hört die Botschaften der Songs nicht nur in ihren sehr intelligent geschriebenen Texten, man hört sie auch in jedem Ton und besonders der einzigartigen Stimme von Kele Okereke. Schön ist besonders, dass die Band live fast noch besser ist: Genauso sollte gute Musik sein!

Noisettes - What's The Time Mr. Wolf

Wo waren die nur die ganze Zeit??? Alleine wären Dan Smith, der Gitarrist oder Schlagzeuger Jamie Morrison ja schon Grund genug diversen anderen Künstlern den Laufpass zu geben, aber wie konnten die Plattenfirmen die Sängerin, Shingai Shoniwa so lange übersehen? Ist mir völlig unbegreiflich. Aber jetzt sind sie ja da, mit brandneuer, vielseitiger und schlichtweg genialer Platte, die neuen Helden. Bleibt nur zu hoffen, dass sie so bleiben. Dass sie weiterhin ein Geheimtipp sind, denn so sehr ich ihnen den großen Erfolg gönne, schon viele sind durch ihn zu Fall gebracht worden.

The Corrs - Borrowed Heaven

Pop ist zwar eigentlich nicht so Meins, aber mit etwas guten Willen kann man die vier Geschwister auch unter *pop/rock* einordnen. Meine Lieblingsplatte von ihnen, *Talk On Corners* ist zwar auch nicht schlecht (schlecht ist von denen eigentlich nix), aber *Borrowed Heaven* ist rockiger, manche Songs strahlen regelrecht. Wenn ich denn mal gute Laune hab, hoer ich es sehr gern.

Soehne Mannheims - Noiz

Ein schönes Album, zwar immer ein wenig anklagend, daher nicht unbedingt was für richtig gute Laune, aber mit intelligenten Texten und guten Beats.

Nelly Furtado - Loose

Nelly`s drittem Album merkt man eines ganz deutlich an: Timbaland hat daran mitgearbeitet. Miss Furtado hat ihren Stil geandert, was in diesem Fall zwar absolut nicht noetig gewesen, aber auch nicht schlecht ist. Bei ihrem ersten Album *Whoa Nelly* hat man schon gemerkt, dass Nelly sich durchaus am HipHop erfreut, doch man hat es nie so deutlich (auch in ihren Videos) gemerkt. Insgesamt kann man sagen, dass es sich um hauptsaechlich tanzbare Musik handelt, nicht so ruhig wie ihr letztes Baby, *Folklore*.

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