Ich bin ja ein sehr schreibfreudiger Typ....und irgendwo muss ich das ja mal loswerden. Da aber nicht so viele auf meine Seite bei fanfiktion.de kommen, poste ich ausgewähltes auch mal hier und schaue wies euch so gefällt... und nervt mich ruhig mit konstruktiver (ich hasse dieses wort) kritik, ich weiß dass ich grottig schreibe...

 

Amerika und seine Bewohner


Es gibt zur Zeit sehr viele Berichte, Interviews und Stellungnahmen zur Situation in Amerika, genauer gesagt, seit dem 11. September. Doch jedes Jahr wird das Thema an diesem Tag neu aufgerollt, und jedes Mal wird der Präsident der Vereinigten Staaten, Mr.George Bush für den ganzen Kladderadatsch verantwortlich gemacht, den dieser Terrorakt nach sich zog. Verschiedene Stimmen versuchten der Welt klarzumachen, dass Bush nur ein kleiner Junge mit einer großen Ameisenfarm und einem Brennglass ist.
Viel interessanter jedoch ist es, die Menschen unter die Lupe zu nehmen, die ihn gewählt haben (oder zumindest die, die es gewesen sein sollten).
Eines vorweg: ich habe absolut nichts gegen Amerikaner oder irgendein anderes Volk auf der Welt, alles hat zwei Seiten. Die Amerikaner die ich kenne, sind unheimlich freundlich, und es freut mich jedes Mal, wenn ich mit ihnen reden kann. Sie sind alle sehr offen und locker, wenigstens solange man bestimmte Themen vermeidet.
So sollte man nach Möglichkeit nicht auf das Thema „Drogen“ zu sprechen kommen, dann kann es schon mal passieren, das einige von ihnen sehr eisig reagieren. Wie bei uns und dem „Dritten Reich“. Im besten Fall werden sie fragen, was man denn so beruflich macht. Im schlechtesten stürmt S.W.A.T. das Haus.
Doch ich gehe jede Wette ein, dass ihr Gastgeber oder Gast kurze Zeit später selber von den bösen Drogen Gebrauch machen wird: in Form von Beruhigungspillen nämlich.
In Amerika werden jedes Jahr über 75 Milliarden Dollar für Medikamente ausgegeben.

Wirft man einen Blick auf die medizinischen Statistiken, wird einem klar wieso Amerikaner beruhigt werden wollen: Wer sich an Betten, Matratzen und Kissen verletzt (40.000 im Jahr) oder an Sesseln, Sofas und Schlafcouchen (400.000) braucht definitiv Hilfe. Und, nur um das klarzustellen: ich spreche hier nicht von kleinen Wehwechen, sich den Fuß zu stoßen gilt nicht. Ich spreche von Blessuren die einen Trip in die Notaufnahme nötig machen.
Da braucht es schon starke Pillen um Polstermöbeln und Bettbezügen noch furchtlos entgegenzutreten (das mag natürlich die Kernursache der Misere sein, blindes Vertrauen!)
Aber während ich mir noch vorstellen kann, was man mit Schlafcouchen anfangen muss um sich ernsthaft  zu verletzen („Woher soll ich denn wissen, dass die so schnell einklappt?“, kann (und will) ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, was die 142.000 Amerikaner machen die sich jährlich an ihrer Kleidung verletzen. Eine Jeanshosenfraktur vielleicht?

Auch will ich nicht sagen, Amerikaner seien nicht an ihrer Umwelt interessiert oder, wie es manche Menschen ausdrücken würden, dämlich. Aber irgendetwas muss es doch heißen, wenn eine Umfrage unter 8.000 High- School- Absolventen so katastrophale Ergebnisse bietet: zwei Drittel der Befragten hatten keine Ahnung wer Joseph Stalin, Winston Churchill oder Charles de Gaulle waren. Oder, meine Lieblingsstatistik in diesem Zusammenhang:
42 % konnten kein einziges Land in Asien nennen. Ich hatte wenigstens auf Vietnam gehofft.

Doch man kann ja immer noch bei einer Hotline anrufen, wenn man gar nicht mehr weiterweiß. Und wofür gibt es die Hotlines?
Für alles. Seife, Shampoo, Speiseeis, Zahnseide, Nagellack („Und wirklich nicht auf die Stirn???“.
Anscheinend, haben die Leute sogar mit Computern Probleme: Microsoft überlegt ernsthaft, ob sie die Anweisung „Beliebige Taste drücken“ durch eine spezifische Taste ersetzen, es haben so viele Leute angerufen, die die Taste „Beliebig“ nicht finden konnten.

Ich finde aber, es sollte eine Hotlines für Präsidenten geben, bzw. gegeben haben. Vielleicht hätte Grover Cleveland, ein Ex- Präsident, dann die unselige Eigenschaft aufgegeben, aus dem Fenster zu pinkeln. Und die Leute die dort arbeiten hätten bestimmt viel Spaß…

Man sollte meinen, wenn schon nicht alle anderen, dann sollte man wenigstens die Einwanderungsbehörde mit Menschen bestücken, die wenigstens so tun als benützten sie ihr Gehirn manchmal. Bei dem Versuch einzureisen, können allerdings erhebliche Zweifel daran aufkommen, denn die Fragen die man dort beantworten muss, sind sensationell bescheuert:
„Haben Sie sich eines Wirtschaftsvergehens schuldig gemacht, einschließlich, aber nicht beschränkt auf illegales Glücksspiel?“, „Sind Sie jemals Mitglied einer kommunistischen Partei gewesen oder haben Sie ihr oder einer anderen Partei in sonst einer Weise nahe gestanden?“ und „haben sie die Absicht, in den Vereinigten Staaten Polygamie zu praktizieren?“ (ja, natürlich, schmälert das meine Chancen einzureisen?)
In diesem Fall war die Befragte fünf Jahre alt.

Eine Möglichkeit ist, dass es an den Schulen liegt. Dort wird „Channel One“ ausgestrahlt, die jeweiligen Sendungen werden immer von großen Firmen gesponsort. Das Programm im Fach Ernährungslehre zum Beispiel, ist von McDonalds. Mehr sage ich dazu nicht.

Sogar die Filmkritiker sind dem Wahnsinn anheim gefallen. Rezensoren der „New York Times“ warnen in der Kritik eines Chevy- Chase- Filmes vor „sexuellen Anzüglichkeiten (noch zu verstehen, doch dann kommt der Hammer), Klapperschlangen und Glücksspiel“
Mit Verlaub, aber jedes Kind in Staaten wie Texas oder Arizona haben schon mal eine Klapperschlange gesehen.
„Besser geht’s nicht“ hingegen enthält „derbe Sprache und thematische Elemente“.
„Thematische Elemente“???? Sollte jemand wissen was das sein soll, bitte nur zu.
Das beste ist aber eine Rezension von „Mäusejagd“: „schwere Körperverletzung (o.k.), komische Sinnlichkeit und Sprache“. Nicht derb oder anzüglich, einfach nur Sprache!!!

Selbst die, die es wirklich besser wissen sollten, die Schauspieler, lassen sich von diesem Hauch von nicht- Intelligenz einlullen. Dazu Brooke Shields über das Rauchen:
„Rauchen ist nicht gut, man kann davon sterben. Wenn man stirbt, verliert man einen wichtigen Teil seines Lebens.“
Na dann, auf ins Verderben!

 

Emily oder wie man zwei Stunden wartet

Nun saß sie schon zwei Stunden vor der Eishalle, und ihre Mutter war immer noch nicht da. Wenigstens hatte sie die besorgte Lehrerin abschütteln können, und die Mütter ihrer Freundinnen waren auch gefahren. Sie hatte sich dabei eines Tricks bedienen müssen, aber Emily war einfach lieber allein.
Sie hatte ihr Handy in der Tasche klingeln lassen, es war gut dass sie geübt hatte, es auch blind bedienen zu können. Zum Glück glaubten die anderen ihr, dass ihre Mutter sie auf der anderen Seite der Eishalle abholen wollte. Die Halle war groß, und die Straßen drum herum verwinkelt und kompliziert genug, dass niemand bemerkt hatte, dass Emily sich nur hinter einem Busch versteckt hielt.

Als die Anderen weg waren, setzte sie sich auf eine der Stufen vor der Halle und wartete. Für andere Menschen wären diese zwei Stunden vielleicht langweilig gewesen, aber Emily mochte die Einsamkeit und die Langeweile, sie waren ihr immer gute Freunde gewesen. Emily hatte bemerkt, dass vieles leichter wurde, wenn man es einfach akzeptierte.
Sie wusste, dass sie nichts gegen die Verwirrtheit ihrer Mutter, insbesondere was Zeit anging, unternehmen konnte, also hörte sie auf darüber nachzudenken. Emily ärgerte sich jedes Mal aufs Neue, manchmal fing sie sogar aus Wut an zu weinen. Aber meistens tat sie das nur, weil sie einen Nutzen aus dem schlechten Gewissen ihrer Mutter ziehen konnte.
Man durfte das nicht falsch verstehen, Emily mochte ihrer Mutter. Sie wünschte sich nur, älter zu sein um ausziehen zu können.

Sie lebte mit ihr allein, seit ihr Vater es nicht mehr ausgehalten hatte. Emily verstand ihn sehr gut, es war wirklich nicht leicht mit ihrer Mutter zu leben. Aber im Gegensatz zu ihrem Vater hatte Emily so etwas wie Ehrgefühl, und sie blieb bei ihrer Mutter um sich um sie zu kümmern. Obwohl Emily selbst auch Hilfe gebrauchen konnte, schließlich waren ihre Noten grottenschlecht, und das in der fünften Klasse. Aber sie wusste selber, dass sie nicht genug lernte, dass sie es besser konnte. Doch bis jetzt war sie durchgekommen, und das war alles was sie wollte.
War man ein Außenstehender, konnte man meinen, dass Emily sehr erwachsen wirkte, aber nie merkte jemand, dass sie es war die kochen konnte, dass sie einen Stadtplan benutzen konnte, und dass sie es war, die die Launen ihrer Mutter ertrug und sie trösten musste. Emily fand das nicht schlimm, sie merkte es meistens noch nicht einmal. Gewöhnung, fand Emily, war in vielen Fällen eine gute Sache.

Ein Motorengeräusch riss Emily aus ihren Gedanken, das näher und anders klang als die anderen. Emily fand den Jaguar ihrer Mutter zwar toll, aber wenn ihre Mutter sie damit zur Schule brachte, schämte sie sich. Sie war mit gutbürgerlichem Luxus aufgewachsen, aber Emily hasste es „privilegiert“ zu sein. Es war anstrengend und langweilig. Die Freunde ihres Vaters, die sie bei diversen Einladungen kennen gelernt hatte, waren alle so erfolgreich wie er und behandelten sie wie eine kleine Prinzessin.
Als Emily fünf Jahre alt war, waren alle anderen als Prinzessin zu ihrem Geburtstag, zwei Tage vor Rosenmontag gekommen. Emily war als Räuber verkleidet.
Viel schlimmer als die Erwachsenen waren die Kinder. Stumpf und dumm, auf Marken fixiert und verwöhnt bis dahinaus. Emily hatte sich nie besonders mit ihnen anfreunden können, es war einfach zu deprimierend. Solche Menschen wurden als „Zukunft“ bezeichnet.

Ihre Mutter schien es eilig zu haben, denn sie bremste scharf und sprang sofort aus dem Auto. Sie hatte Emily offensichtlich nicht gesehen, was vollkommen Emilys Absichten entsprach. Sie wusste nicht genau, wozu sie es einmal brauchen konnte aber Emily übte sich permanent darin, möglichst unsichtbar zu sein. Von ihrem Platz aus konnte sie alles überblicken, aber selbst in ihrer verhassten, dunkelpinken Jacke war Emily selber nur schwer auszumachen.
„Hier Mama!“, rief sie jetzt und stand auf.




Emily oder wie man die Kontrolle behält
Ohnmächtige Wut bemächtigte sich ihrer als sie das Gaspedal durchtrat. Wut auf so ziemlich alles, und am meisten auf sie selbst. Doch sofort bezwang sie den Drang ihren Mini gegen irgendeinen Baum fahren zu lassen und drosselte ihre Geschwindigkeit auf die vorgeschriebenen 30 kmh. Es könnten ja Kinder zwischen den Autos sein sagte sie sich.
Ihr gesamtes Leben lang hatte sich Emily zurückgehalten, hatte sich immer um Kontrolle bemüht. Kurze Ausbrüche wie dieser wurden zwar immer häufiger, doch noch konnte und wollte sie sich nicht verlieren. Immer häufiger und zunehmend lauter war die kleine Stimme geworden, die mittlerweile fast tagtäglich nach dem Sinn fragte. Vom Leben. Dem Universum und dem ganzen Rest…42 lautete die bittere Antwort jedes Mal.
Doch irgendwann würde das nicht mehr genug sein, Emily wusste das. Sie musste hier raus, doch wohin sollte sie gehen? Zu ihrem Bruder, der draußen an der Afrikanischen Küste sein Glück suchte? Zu ihrer Mutter die alle zwei Wochen mit Selbstmord drohte? Nein, ohne Schulabschluss konnte Emily nicht verschwinden. Noch ein Jahr galt es zu überleben. Sie würde einfach durchhalten müssen, etwas anderes blieb ihr einfach nicht übrig.
Dabei würde Emily so gerne einmal sie selbst sein. Einfach sagen, was ihr in den Sinn kam, meckern, wenn ihr was nicht passte. Einmal die Kontrolle abgeben, jemandem voll und ganz vertrauen. Es war nicht so, dass Emily niemandem vertraute. Sie schränkte ihr Vertrauen nur ein. Bei der einen Freundin konnte man sich auf die Pünktlichkeit verlassen, bei der anderen auf die unerschütterlich gute Laune, beim Vater auf den Anschiss. Aber einer anderen Person vollständig vertrauen, dass konnte Emily sich nicht leisten. Dafür war sie zu misstrauisch, zu oft hatte sie schlechte Erfahrungen machen müssen. Und das bei nur halbem Vertrauen.
Nein, Emily würde wahrscheinlich für sich selber sorgen müssen, noch für eine lange Zeit. Sie würde sich selber loben müssen, selber gesund pflegen, selber mal was gönnen. Und selber auf sich aufpassen, sich selber kontrollieren. Doch was sie wirklich, wirklich wollte… Fliegen.


Schreiben.
Schreiben um zu schreiben.
Um der Langeweile zu entfliehen, dem Schrecken der Realität.
Ich spitze meinen Bleistift an.
Ich sehe zu, wie das geschabte Holz und die Splitter des Graphits zu Boden fallen.
Lautlos, doch in meinen Ohren donnert der Aufprall, der lautlose.

Ich setzte die Spitze des Bleistifts auf das Papier.
Ich sehe zu, wie die Mine einen Strich macht.
Ich sehe mir den Stift an.
Er ist grün, dunkelgrün.
Mit goldener Schrift steht die Marke darauf, und Zahlen, und Striche. Und die Stärke. Stifte sind stark.
Die offen geschabte Stelle ist rau wie die Zunge einer Katze.
Katzen sind schön. Stifte sind schön.
Die Mine macht meine Finger schmutzig, sie glänzt silbrig grau.
Silber ist teuer. Stifte sind teuer.
Ich habe meinen Stift lieb.

Ich befühle das Papier mit meinen schmutzigen Fingern.
Eine glatte, weiche Fläche.
Papier ist weich. Ein Stift ist stark und schön und teuer.
Auf dem Papier sind Kästchen.
Papier ist ordentlich. Ein Stift ist schön und teuer.
Ich schneide mich in den Finger, ich schneide mich an dem Papier.
Papier ist scharf. Ein Stift ist teuer.
Ich habe mein Papier lieb.

Zusammen sind Papier und Stift gefährlich.
Sie verleiten zum schreiben.

Das ist mein Stift und mein Papier.
Sie gehören mir allein.
Striche werden zu Türen.





Guilt

Actually, I do feel guilty about not being there for my mother. I mean, I am in some way responsible for her; she’s my mother after all. And she does need somebody to care for her, it’s not as if she’s mentally sick or something (though I’m not quite sure about that), but she is that kind of persons who needs someone to be around, to care.

There are certain people who are used to be on their own, long-term singles for instance. They do have times (especially Valentines Day or Christmas) when they physically ache because they have no one to snuggle for example. But these times can go by and the person still lives his or her normal life.
My mother is not like that. She needs someone to be around, she needs attention; love.
She would always admit it, but if she’s on her own for a longer time, she gets extremely depressed (though she’s depressed anyway, if I think about it) she does silly things that she knows are silly, but she feels like she has to do them.
So I am afraid now, that she doesn’t have someone to be around and that she feels silly. That she bursts into tears by crossing a street or starts laughing at inappropriate situations. Things like that, you know. I am feeling really guilty. But at the same time, I can’t help her. I just…I can’t.
Seeing her like that aches me more than I could possibly say. And the fact that it took me more than ten years to write that down to a computer (I couldn’t write it on paper, even) is putting me in shame. And again, it makes me feel guilty. Like, I should be helping her, I am her child, she gave birth to me and though this life wasn’t really what I wanted (to be open, most things are exactly the opposite way I wanted them to be – but I hope this will change soon) a do owe her something. I owe her at least respect. But that’s the problem.
I don’t have respect for her anymore and that’s what’s aching so much that I’m thinking it’ll burst my heart, just the thought of it.
I can’t respect my mother. That means, I am a very bad person. That is indeed the opposite of what I wanted to be like.
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